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Auf unseren Seiten erfahrt ihr alles Neue und Wissenswerte über die Theatergruppe Andervenne.
Natürlich findet ihr hier auch sämtliche Informationen rund um die

Lilalaue Nacht

Wir versuchen, die Seite immer aktuell und spannend zu halten, was bei dem kreativen Chaos der Theatergruppe nicht immer ganz einfach ist.
Also schaut ruhig häufiger vorbei und guckt, was sich so verändert hat.

In diesem Sinne...

Viel Spaß!

 

Die plattdeutsche Theatergruppe Andervenne

Lilalaue Nacht in Andervenne

Es war einmal vor langer Zeit ...
Na ja, so lange ist es nun auch wieder nicht her, dass die lilalaue Nacht in Andervenne das Licht der Welt erblickte.
Im Jahre 2002 (oder war es etwa schon 2001) kamen ein paar verwegene Frauen der Frauengemeinschaft auf die Idee, die von kreativen Chaos getriebene Theatergruppe zu fragen, ob sie bereit wäre die Jubliäumsveranstaltung der Frauengemeinschaft zu unterstützen.

Nach kurzer Zeit war die Idee eines Kabarettabends geboren. Einen Namen für die Veranstaltung hatte man auch schnell gefunden (der Alkohol hat sicherlich bei der Namensfindung sehr geholfen). Die Veranstaltung wurde auf den Namen "lilalaue Nacht" getauft.

  • Lila
    immerhin die Farbe der Frauenbewegung
  • laue
    Da die Veranstaltung immer am zweiten Wochenende im August stattfindet,sollte frau von einer lauen Sommernacht ausgehen.
  • Nacht
    Natürlich findet die Veranstaltung abends statt und geht bis in die späte Nacht hinein

Passend zur Veranstaltung wurden "Die wilden Weiber" als Kabarettgruppe verpflichtet und der Vorverkauf gestartet.
Die 1. lilalaue Nacht, die als Festveranstaltung der Frauengemeinschaft gedacht war, war so erfolgreich, dass wir bereits in der Pause des Abends Anfragen zum nächsten Jahr bekamen.

Da konnten wir nicht anders. DAS musste wiederholt werden. Auf den folgenden Seiten seht ihr, was wir in den vergangenen Jahren auf die Beine gestellt haben!

... Und wenn sie nicht gestorben sind .... (so endet doch jedes Märchen).

"Lilalaue Nacht" wird Kult

Kabarett-Duo "Weibsbilder" sorgt für "Lachen, bis kein Arzt kommt!"

Nach einem über vierstündigen rasanten Programm, nach "Lachen bis zum Abwinken" standen die Akteure kurz vor Mitternacht auf der Bühne im Festzelt "unter dem Kirchturm" in Andervenne und ließen sich unter dem frenetischen Klatschen und Trampeln der ca. 400 Besucherinnen für die siebte "lilalaue Nacht, das Kabarett nur für Frauen" feiern.

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Natürlich ganz vorn die beiden "Weibsbilder" Anke Brausch und Claudia Thiel, die in einem atemberaubenden kabarettistischen Husarenritt (fast) alle menschlichen Schwächen immer mit dem nötigen Augenzwinkern und einem Schuss Selbstironie einem befreienden Gelächter ausgeliefert und ganz nebenbei unser Bild von Politik und den Politikern zurechtgerückt hatten.

Aber direkt dahinter standen die rund 20 präsenten Mitglieder der "plattdeutschen Theatergruppe Andervenne". Ihre Fantasie, Energie und Disziplin erfüllten die kultverdächtige "lilalaue Nacht in Andervenne, das Kabarett nur für Frauen" mit Leben. Sie sorgen mit ihren penibel ausgearbeiteten Programmen in jedem Jahr für neue Höhepunkte und steigende Besucherzahlen. In diesem Jahr waren es wohl um die 400 Frauen, die sich der Witzkanonade der "Weibsbilder" ausgeliefert sahen.

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"Der Nächste bitte" - so betitelt das Kabarett- und Comedyduo "Weibsbilder" sein Programm, mit dem es in Andervenne gastierte. Und dass frau sich mit einem Besuch in Therapie begab, das wurde schon beim Einlass mit Schwestern, "Pferdespritzen" und "Bluttransfusionen" sowie dem Possenspiel "Notfall" als Pausenfüller deutlich.

Eine stimmige Überleitung zum Hauptprogramm kündigte "Nachtschwester" Margret Schröder mit dem "Acapellachorpop Gnadenloss" aus Emsdetten an. Aber dann war es so weit, und die beiden "Dokteusen" oder "kranken Schwestern" übernahmen persönlich die Therapie sämtlicher Krankheiten.

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Und das ging in einem rasenden Stakkato im Wechsel von Monologen, Sketchen und schlagfertigen Dialogen, so dass zwischen dem Lachen kaum Zeit zum Atemholen blieb. Geschickt wurde zwischen den Anspielungen und Vieldeutigkeiten, Scherzen, Wortwitzen, Wortspielereien und einer hanebüchenen Situationskomik jongliert, so dass kein Auge trocken blieb.

Getreu ihrem Namen "Weibsbilder" nahmen die beiden Kabarettistinnen die Probleme der Welt aus der Sicht skurriler Figuren aufs Korn. Da kam es zu den gefürchteten "Freundlichkeiten" unter Kolleginnen und Freundinnen., Figurprobleme der "real existierenden Frau" wurden genüsslich ausgebreitet, die Ökotante Gundula mit ihrem Beckenboden und "Still-Liegen" bekam ihr Fett weg, und die Schulgöre Klein Tineken löste mit Legasthenie und ADS auf raffiniert-naive Weise alle Schulprobleme. Daneben wurde über Raucher, Gott, Männer, das "horizontale Gewerbe", die Welt und die Politik laut nachgedacht.

Das durfte frau sich einfach nicht entgehen lassen!

(Lingener Tagespost, 18. August 2008)

Lilalaue Nacht in Andervenne mit 900 Frauen

Kult-Kabarett begeistert erneut

An zwei Abenden hintereinander ein volles Festzelt in Andervenne, gibt es das? Ja: Zweimal ca. 450 Frauen haben bei der emsländischen Kult-Sause, der "Lilalauen Nacht", das Festzelt "zum Glühen" gebracht. In diesem Jahr hatte sich das Kabarett-Duo Dietrich Faber und Martin Guth ("Faberhaft Guth") mit ihrem mitreißenden musikalischen Wortkabarett und dem neuen Programm "Die Erlebniswarmduscher" genügenden Mut für die Konfrontation mit der geballten Masse emsländischer Weiblichkeit gefasst.

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Wortkabarett

Sie waren damit der Einladung der veranstaltenden Theatergruppe Andervenne gefolgt, die als "Aufheizer" dem Auftritt der beiden hessischen Wortakrobaten mit einem bühnenreifen eigenen Programm die rechte Zündung verliehen.
Nachdem die Moderatorin noch schnell den erwartungsvollen Zuschauerinnen "für heute den Mittelpunkt des Lebens" versprochen und Sänger Timo Jenz seinen Hit "An Tagen wie diesen" von den Toten Hosen gelandet hatte, fanden sich die beiden "Erlebniswarmduscher" unvermittelt auf der Bühne wieder. Zunächst standen sie dem fast schon orgiastischen Treiben um sie herum noch ein wenig fremd gegenüber, aber schnell hatten sie sich im Griff und das ganze Publikum auf ihrer Seite.

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Die Stimmung bei der lilalauen Nacht ist in Andervenne wie jedes Jahr einmalig. Erste Technikprobleme mit dem Mikro werden von stimmigen Sprechchören der vielen Frauen begleitet. Die beiden suchen die Störquelle unter ihren Jacketts, darauf fällt die Weiblichkeit in dem Festzelt mit "Ausziehen, Ausziehen!" und bald darauf mit dem Lied "An Tagen wie diesen ..." ein. Minutenlang können Zweifel aufkommen darüber, wer hier eigentlich der Stimmungsmacher ist, die 450 fröhlich gestimmten Frauen oder die beiden Kabarettisten auf der Bühne.

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Dann legen die beiden Kabarettisten aber richtig los und wecken mit einem wahren Feuerwerk an feinsinniger Wortgewalt, pointierten Songs, viel Sprachwitz und schauspielerischer Vielseitigkeit bei ihrem Zug durch die deutschen gesellschaftlichen Befindlichkeiten. Beifallsstürme und rechte Lachorgien ganz nach Belieben.
Gnadenlos, aber mit Niveau wird auf die Schippe genommen, was uns "Arrivierte" so bewegt. Die Auswüchse und Verrücktheiten schulischer Experimente, die Blasiertheit bei der Planung von Festlichkeiten, speziell von Geburtstagsfeiern, ob man die einlädt, die man mag, oder doch die Verwandten, Auswirkungen der Finanzkrise ( "auf mich natürlich nicht, aber eigentlich doch" ), absurde Gespräche zum Thema "Männerfreundschaften" und die Verrücktheiten bei der Mitmachsucht beim Thema "Neue Medien" und soziale Netzwerke.

Weitere Zugaben

Nach fast vier Stunden Programm kehrt dann mit einer weiteren Präsentation der Theatergruppe so langsam der Alltag wieder ein. 
Die Zuschauerinnen erlebten einen tollen Abend. Beifallsstürme entzündeten sich fast am laufenden Band, und vom vielen Lachen werden wohl manche der Besucherinnen im Geheimen Angst um ihr Zwerchfell bekommen haben.

Es lag aber auch ein etwas anderer Ton in der Atmosphäre dieses Kabarettabends.
Neues ist aber auch ein Teil des Schönen in Andervenne.

Und Zugaben für die begeisterten Zuschauerinnen gab es natürlich auch noch.

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(Lingener Tagespost, 21. August 2012)

"Bienenstich" schmerzte vor allem die Männer

Kabarettistin Lioba Albus begeisterte in Andervenne

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Mit Männern kennt sich Mia Mittelkötter aus. Ihre Kenntnisse behält sie nicht gerne für sich, vor allem, wenn sie unter Geschlechtsgenossinen weilt. Dann geht es "zur Sache", denn die mitteilsame Sauerländerin nimmt kein Blatt vor den Mund.
Das merkten die Frauen in dem voll besetzten Festzelt im Ortskern von Andervenne  gleich zu Beginn der Veranstaltung mit der Kabarettistin Lioba Albus, die dem Publikum eine kabarettistische Kalorienbombe unter dem Titel "Bienenstich mit Sahne" servierte. Diese Köstlichkeit verdankten die Zuschauerinnen der Katholischen Frauengemeinschaft (kfd) und der Theatergruppe Andervenne, die zum zweiten Mal eine "lilalaue Nacht" nur für Frauen veranstalteten und auf riesige Resonanz stießen.

Bevor Mia Mittelkötter loslegen konnte, stimmten einige Sängerinnen von der Theatergruppe das Publikum mit einer leicht veränderten Fassung des Schlagerklassikers "Aber bitte mit Sahne" musikalisch auf das Programm ein. Danach war die auf den ersten Blick bieder wirkende Mia aber nicht mehr zu bremsen, zumal ihr das Publikum ganz gut gefiel. Sie hätte es sich schlimmer vorgestellt, verriet sie.
"Ich hatte Bedenken gehabt, denn wer mag das sein, der an einem solchen Abend nicht zum Grillen eingeladen ist?", ließ sie die Gäste wissen und ging sofort auf das Thema ein, das in den letzten Wochen allen den Schweiß aus den Poren trieb: das Wetter.
Besonders interessant erschienen Mia dabei die optischen als auch die den Geruchssinn betreffenden Auswirkungen der hohen Temperaturen auf die männliche Hälfte der Gesellschaft.

"Sommer ist keine Zeit für Männer", stellte sie lapidar fest und bewunderte die Frauen, die sich Männern in Shorts und weißen Tennissocken sogar in der Öffentlichkeit zeigen. 
"Frauen sind unheimlich belastbar", so das Fazit Mias, die auch ihre perönlichen Erfahrungen beisteuerte.

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Als sie ihren Mann kennen lernte, habe sie gestaunt, dass es so einen überhaupt gibt. "Da war ja rein gar nichts dran." Aber für irgend etwas müsste ja so ein Mann gut sein.
Danach suche sie bis heute. "Und das bringt richtig Spannung in die Ehe."
Mia Mittelkötter hat eine scharfe Zunge, aber ihr biederes Outfit und die mundartliche Sprachfärbung nehmen den Inhalten ihre Bissigkeit. Sie wirkt so gutmütig besorgt, dass erst nach einer Weile bewusst wird, wie boshaft ihre "Plaudereien" zuweilen sind. So auch die Überlegung, warum junge Frauen alte Männer heiraten. Ihrere Meinung nach tun sie es aus sozialen Gründen, weil sie damit eine mildtätige Form der Sterbehilfe leisten.

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"In diesem Stil gestaltet die Kabarettistin ihr ganzes Programm. Sie lässt sich über Trivialitäten aus, berührt hin und wieder politische Themen, ab und zu findet auch aktuelles Weltgeschehen Beachtung. Ein "gefundenes Fressen" war der Stromausfall gleich zu Beginn der Veranstaltung.
Lioba Albus ließ sich spontan über das Geschehen in Kanada und in den USA aus und hatte gleich mehrere Geschichten zu dem Thema auf Lager. Und als das Licht wieder anging, musste sie Gerechtigkeit walten lassen: "Ich wette, da steckt ein Mann dahinter", meinte sie und lud den Techniker zur Freude des weiblichen Puublikums auf die Bühne, wo sie ihn mit Bienenstich und Kaffee bewirtete.

Bei allem, was Lioba Albus sagt und tut, steckt ein bissiger Grund dahinter. Und sie bietet es mit so viel schauspielerischem Können und so unwiderstehlich komisch dar, dass vom Anfang bis zum Ende der Veranstaltung kein Auge trocken bleibt.

(Lingener Tagespost, 21. August 2003)

Ovationen für lilalaue Nacht

1000 Frauen bei "Kult-Event" in Andervenne - Fast vier Stunden Programm

Faszination lilalaue Nacht in Andervenne. Der längst zu dem "Kult-Event" für Frauen in der Region mutierte "Kabarettabend nur für Frauen" hat auch im 13. Jahr seines Bestehens an zwei Abenden mit ausverkauften Häusern wohl über 1000 Frauen in seinen Bann gezogen

Dazu hatte die quirlige plattdeutsche Theatergruppe Andervenne als Veranstalter in dem legendären Festzelt unter dem Schatten des Andervenner Kirchturms alle Register gezogen. Im Zentrum des gut vierstündigen Lachmarathons stand natürlich das Künstlerduo Canape, das mit seinem Kabarettprogramm "Eitel Sonnenschein" in Andervenne nicht nur Premiere, sondern überhaupt den ersten gemeinsamen Auftritt feierte.
Allerdings stehen Sabine Hollefeld und Angelika Gausmann für 15 Jahre Solokarrieren und Erstere ist als Emma dem hiesigen Publikum noch in bester Erinnerung.

Emma Foto

Drum herum hatte die Theatergruppe Andervenne ein Begleitprogramm gesponnen, das seinesgleichen suchte. Mit Eis und Eierlikör, aufmunternden Rocktiteln von einer Überraschungsband, Strandszenen und Animationssketchen, einem bewegenden Lampion-Spalier für die Künstler und einem abschließenden "Lila Eiteleiertanz" mit DJ verlieh sie mit ihren vielen Mitwirkenden dem Abend etwas faszinierend Leichtes und Schwebendes und ließ ihn zu einem Gesamtkunstwerk mit Zwerchfellprüfung heranwachsen.

Als die Band ihre Bühnenshow mit dem Mitmach-Schlagertitel "Ein Stern, der deinen Namen trägt..." unter Zugabe-Forderungen beendete, fuhr ein pflaumengelber antiker Dreirad-Lieferwagen auf die Bühne. Am Lenkrad Sabine Hollefeld in ihrem vertrauten "Emma-Kostüm" und Hertha, alias Angelika Gausmann, in der Last.
Mit ihrem melodramatisch präsentierten Aussteigen und einer kurzen Vorstellung durch einen Vertreter der Theatergruppe nahmen sie sofort das Heft der Comedy in die Hand. Ohne Vorwarnung entließen sie ein über dreistündiges Stakkato von Slapstick-Sketchen, grotesken Wortspielen und mehr oder weniger harmlosen Witzen auf die begeisterten Zuschauer.

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Männer unter der Lupe

Und was zerrten die beiden Herrinnen der Szene unter die Lupe des Kabaretts?

Worüber wird gesprochen, wenn 500 Frauen unter sich sind?
Über Männer natürlich. Aber auch das tägliche Leben kommt dranb wie der ausufernde Bio-Religionsersatz, das blasierte Getue um Wein und das sich Geltendmachen in der Gesellschaft, selbst Freundschaften und Verwandtschaften und sogar die plattdeutsche Sprache waren vor Verballhornungen nicht sicher.
Und was sie schon immer über Erlebnisse in der Hochzeitsnacht erfahren wollten - hier wurde es genüsslich ausgebreitet. 
Das Festzelt tobte.


Eine Pause nach anderthalb Stunden war auch dringend zur Erholung nötig, und kurz vor Mitternacht wurde das Ende des Riesenprogramms mit dem Epos
"Romeo und Julia - auf Platt"
eingeleitet.
Das war die Krönung. 

Mit stehenden Ovationen wurden die beiden Komödiantinnen nach dieser grandiosen Vorstellung durch ein Lampion-Spalier entlassen.

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(Lingener Tagespost, 21. August 2012)

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